Was ist Lauftherapie?

"Lauftherapie ist ein ganzheitlicher, unspezifischer Weg zur Prophylaxe und Behandlung von Beeinträchtigungen im physischen und psychischen Bereich."

(Definition der Dozenten im Deutschen Lauftherapiezentrum (DLZ) in Bad Lippspringe)

Lauftherapie richtig verstanden ist Hilfe zur Selbsthilfe. In der Lauftherapie wird der langsame Dauerlauf als Mittel einer zielgerichteten Therapie eingesetzt, häufig in Verbindung mit anderen Therapieformen. Ziel ist ein entspanntes, langsames Laufen, in dem Körper und Psyche in Verbindung mit der Natur bewusst wahrgenommen und positiv beeinflusst werden.


Das heißt also, Lauftherapie ist generell geeignet für jeden, der Freude an der Bewegung in der freien Natur hat und aktiv zum Erhalt seines körperlichen und seelischen Wohlbefindens beitragen möchte und somit eine positive Veränderung seines Krankheitsbildes erreichen will. Also auch für Menschen ohne Lauferfahrung, die sonst untrainiert sind.


In einem 11-Wochen-Kurs mit jeweils zwei wöchentlichen Kursabenden erlernt der Teilnehmer das sanfte aerobische Laufen, d.h. Laufen im Gleichgewicht von Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffverbrauch. Von Woche zu Woche wird die Belastung durch Gehen und langsames Laufen gesteigert. In der Regel sind die Teilnehmer nach Abschluss des Kurses in der Lage, 20-30 Minuten ununterbrochen langsam zu laufen. Das Laufbehandlungsprogramm basiert auf wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen aus kontrollierten Versuchsreihen, die vor allem von Prof. Dr. Alexander Weber (Universität-Gesamthochschule Paderborn) und seinen Mitarbeitern durchgeführt wurden.

Die Lauftherapie wird von fachlich gut ausgebildeten Lauftherapeutinnen nach den Richtlinien des Deutschen Lauftherapiezentrums (DLZ), Paderborn sehr sanft dosiert und kontrolliert, so dass niemand Gefahr läuft, sich zu überfordern.

Warum Lauftherapie?

Beim Laufen entdeckt jeder seine eigenen "Spaßfaktoren". Die Freude in der Natur zu sein, eine Wiederentdeckung des eigenen Bewegungsdrangs, die Unterstützung und der Kontakt in einer Gruppe Gleichgesinnter und das Erstaunen über die sich einstellenden läuferischen Erfolge führen zu einer Veränderung der Selbstwahrnehmung und der Steigerung des Selbstvertrauens. Das sind u.a. Faktoren, die dabei helfen, Laufen zur Gewohnheit werden zu lassen. Laufen ist eine Möglichkeit, Kräfte zu schöpfen, die den einzelnen Menschen befähigen, selbst an der Herstellung seines körperlichen und geistigen Gleichgewichtes aktiv mitzuarbeiten. Die Wirkung der Lauftherapie auf Körper und Psyche ist vielfältig und für einzelne Teilbereiche wissenschaftlich belegt.

Als erfolgreich erwies sie sich bisher bei folgenden Beeinträchtigungen:

· Bewegungsmangel
· Vitalitätsschwäche/Müdigkeit
· Nervosität/Unruhe/Schlafprobleme
· bestimmte Formen von Kopfschmerzen/Migräne
· zu hoher Puls/Blutdruck
· Rückenschmerzen/Verspannung
· Kurzatmigkeit
· übermäßige Belastung
· Suchtprobleme
· mangelndes Selbstwertgefühl/geringe Selbstachtung
· gestörtes seelisches Gleichgewicht
· andere Stressformen
· strukturelle und funktionale Erkrankungen des Bewegungsapparates